Jugend debattiert 2017

„Demokratie lebt vom Streit, von der Diskussion um den richtigen Weg. Deshalb gehört zu ihr der Respekt vor der Meinung des anderen.“ - Richard von Weizsäcker

Eine offene und demokratische Gesellschaft ist von einer Vielzahl von Meinungen, von der Konkurrenz unterschiedlicher politischer Vorstellungen und von der Pluralität der Weltanschauungen geprägt. Für ein gelingendes Zusammenleben ist eine politische Urteilsfähigkeit von hoher Bedeutung. Die Debatte ist dabei ein wichtiges Modell für die Willensbildung. Überall dort, wo in sachlich-argumentativer Rede und Gegenrede geklärt wird, was bei einer Entscheidung zu bedenken ist, steigen die Chancen für vernünftige Ergebnisse. Genau diese Urteilskompetenz wird am Domgymnasium auch im Rahmen des Projektes „Jugend debattiert“ trainiert.

Es ist wichtig, dass jede_r schon in der Schule lernt, wie und wozu man debattiert, und regelmäßig übt, auch selbst fair und sachlich zu debattieren. Alle Schüler_innen ab der Klassestufe 8 können sich jedes Jahr in einem Wettstreit miteinander rhetorisch messen. Debattieren heißt: Stellung beziehen, Gründe nennen, Kritik vortragen, gegen- und miteinander. Debattanten müssen sich präzise ausdrücken können und einander zuhören. Die Debatte verläuft dabei nach vorher klar festgelegten Regeln. Debattiert werden immer  Entscheidungsfragen, auf die man nur mit "Ja" oder "Nein" antworten kann.

Unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten debattieren jedes Jahr bundesweit mehr als 200.000 Schülerinnen und Schüler an mehr als 1.200 Schulen. Dabei kann das Domgymnasium auf beeindruckende Erfolge zurückblicken. Erst 2016 setzte sich Lisa Maria Grimm vom Domgymnasium im Landtag von Magdeburg als Landessiegerin durch. Auch 2015 belegte das Domgymnasium die Siegerplätze mit  Katharina Schade und Anne Buhl. Die Landessieger vertreten das Land Sachsen-Anhalt in Berlin im Bundeswettbewerb unter Anwesenheit des Bundespräsidenten.

Das Domgymnasium organisiert jährlich auch den Regionalwettbewerb im Landesverbund. Hier treffen die besten Debattanten des Domgymnasiums, des CJD Droyßigs, des Goethe Gymnasiums Weißenfels sowie der Freien Schule Burgenland Jan Hus aufeinander. Der Regionalwettbewerb hat am 14. März 2017 im Domgymnasium stattgefunden. In der Altersklasse I hat sich Jonas Urner vor Fabian Wettach und Melvin Schliestedt durchgesetzt. In der Altersklasse II ging der Sieg an das CJD Droyßig. Helene Müller siegte hier vor Timm Flucke und Sara Keimling vom Domgymnasium. Für die gelingende Organisation geht auch in diesem Jahr wieder großer Dank an Daniel Sturm (Landtagsabgeordneter, Wahlkreis 42 Naumburg). Mit seiner Spende konnten neben den Preisen für die Debattanten und den Präsenten für die Jury auch die Verpflegung für alle Beteiligten sichergestellt werden.

Träger des bundesweiten Projekts sind die Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, die Robert Bosch Stiftung, die Stiftung Mercator und die Heinz Nixdorf Stiftung in Kooperation mit der Kultusministerkonferenz und den Kultusministerien der Länder. Wichtige Partner sind außerdem die Kultusministerien der 16 deutschen Länder, Medienpartner, das Kuratorium Jugend debattiert und der Alumniverein des Projektes.

So funktioniert „Jugend debattiert“: https://www.youtube.com/watch?v=bFGo8Ito-cg

Weitere Informationen: www.jugend-debattiert.de, www.landtag.sachsen-anhalt.de/mitgestalten/jugend-im-parlament/jugend-debattiert/2016-debattanten-kueren-landessieger/